Es ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, dass Frauen nicht nur in ihrer Karriere benachteiligt werden und sich rechtfertigen müssen, wenn sie berufstätig sind und Führungspositionen übernehmen. Oft leisten sie zusätzlich Erziehungsarbeiten stemmen Haushalt und Pflege. Obwohl doppelt und dreifach belastet, klafft die Lohnlücke immer noch. Frauen leisten, oft als selbstverständlich hingenommen, gesellschaftliche Mehrarbeit ohne Dank und ohne Anerkennung, kostenlos!
Diese unfaire Verteilung der Sorgearbeit und die ungleiche Bezahlung im Beruf ist Alltag. Die Zahlen der Gewalttaten gegen Frauen, sexistische Übergriffe bis hin zu Femiziden sind erschreckend hoch.
Bündnis 90/Die Grünen sagt zum diesjährigen Internationalen Frauentag dieser Ungerechtigkeit den Kampf an: Aus Wut wird Widerstand!
Wenn sich Ungerechtigkeit stapelt, wird Wut zur Energie des Widerstands. Die Bereitschaft, aus dieser Wut Kraft für Veränderung zu ziehen, muss sichtbar werden – auf den Straßen, in Debatten und politischen Entscheidungen.
Warum braucht es im 21. Jahrhundert immer noch einen internationalen Frauentag?
Er erinnert daran, dass Gleichberechtigung kein Privileg, sondern Grundrecht ist. Er bündelt Forderungen, macht Missstände sichtbar und zeigt, dass Solidarität zwischen Frauen und mit allen, die für Gleichberechtigung kämpfen, nötig ist. Er setzt ein klares Zeichen: Wir machen weiter, bis Gleichstellung Realität wird. Wir wollen unsere Wut in konstruktive Kraft umsetzen, bis wir gemeinsam gerechte Chancen, Respekt und Sicherheit für alle Frauen erreichen.
Im Namen des Kreisvorstands
Susanne Leber