Die Grüne Kreistagsfraktion hat einen Berichtsantrag zum Start-Chancen-Programm eingebracht, mit dem Ziel, die Verwendung der Fördermittel transparent nachzuverfolgen und aktiv mitzugestalten.
Das zehnjährige Bund-Länder-Initiative richtet sich insbesondere an Schulen in schwierigen sozialen Lagen und stellt im Landkreis Altenkirchen Fördergelder für insgesamt acht Einrichtungen bereit, darunter die Realschulen plus in Altenkirchen, Wissen und Betzdorf.
In der kommenden Kreistagssitzung fordern die Grünen eine detaillierte Aufschlüsselung des gesamten Mittelvolumens sowie der Verteilung auf die einzelnen Schulen. Gleichzeitig soll der Entscheidungsprozess erläutert werden: Wer nimmt die Entscheidung über konkrete Projekte vor, welche Vorgaben gelten seitens von Bund und Land, und in welcher Form sind Schulleitungen, Elternvertretungen und andere Gremien eingebunden? Ein weiterer Schwerpunkt des Antrags liegt auf den bereits umgesetzten Maßnahmen – von digitaler Ausstattung bis zur Personalförderung im sozialen Bereich – und den geplanten Vorhaben für das Schuljahr 2025/26. Die Fraktion legt Wert darauf, dass mit einem klaren Zeit- und Budgetplan gearbeitet wird, damit die Gelder zielgerichtet und wirkungsvoll eingesetzt werden können.
Sprecherin Anna Neuhof betont: „Chancengerechtigkeit beginnt im Klassenzimmer. Nur wenn wir genau wissen, wie und wofür die Fördermittel verwendet werden, können wir sicherstellen, dass alle Schülerinnen und Schüler bestmöglich unterstützt werden.“ Mit ihrem Berichtsantrag will die Grüne Kreistagsfraktion nicht nur Transparenz schaffen, sondern auch eine enge Begleitung der Umsetzung erreichen. So kann frühzeitig auf mögliche Hindernisse reagiert und der größtmögliche Nutzen für die Lernbedingungen vor Ort erzielt werden.
Gemeinsam mit Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen und Schülern möchte die Fraktion sicherstellen, dass das Start-Chancen-Programm tatsächlich dort ankommt, wo es am dringendsten gebraucht wird.
Hier der Antrag im Wortlaut zum Nachlesen: