Vertreter von Kommunalpolitik diskutieren über Zuständigkeiten, Fehler und mögliche Lösungen. Am 5. Februar tagte Stadtrat.
Presse zur Situation:
https://www.rhein-zeitung.de/lokales/kreis-altenkirchen/damit-sich-autofahrer-in-wissen-weniger-aergern_arid-4101952.html
Antrag:
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren,
erst einmal möchten wir die umfangreiche Recherche zum Thema Wissener Innenstadt in Verbindung mit dem Thema Verkehrsführung und Verkehrslenkung hervorheben. Wir finden, dass sowohl die Maßnahmen der Verwaltung als auch die Verbesserungsvorschläge der Fraktionen Hand und Fuß haben.
In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal explizit auf den Antrag für den Stadtrat von Bündnis 90 die Grünen aus Oktober 2025 hinweisen. Die Grünen waren zu dieser Zeit mit ihren Vorschlägen zur Verbesserung der innenstädtischen Situation vielleicht schon ihrer Zeit voraus, denn letztlich wurde der Antrag in den Verkehrsausschuss verwiesen….
Aber ich will nicht unken. Wir finden, dass die Vorschläge wirklich gut sind und im Grunde nach alle das gleiche Ziel haben, auch der damalige Antrag der Grünen, nämlich den Durchgangsverkehr durch die Innenstadt zu minimieren. Denn: Attraktivität gewinnt man durch Aufenthaltsqualität! Da sind wir uns glaube ich alle einig. Und Aufenthaltsqualität erhält man nicht, wenn sich stinkende Autolawinen durch die Innenstadt wälzen bzw. wenn die Innenstadt durch zu viele Autos verstopft ist.
Vorschlag Bündnis 90 Die Grünen:
Fangen wir oben an und nehmen den Vorschlag der Verwaltung mit Einrichtung einer Verkehrsinsel auf der Straße Im Kreuztal auf und führen das Ganze mit der Idee der CDU weiter, den Verkehr in einem „kleinen Innerstädtischen Kreisverkehr“ zu bringen. (Von der Straße Im Kreuztal in die Straße Am Biesem, von da in die Schulstraße und zum Schluss wieder links in die Straße Im Kreuztal oder rechts abbiegen in die Rathausstraße).
Ab hier möchten wir einen erweiterten Antrag stellen:
Die Rathausstraße sollte aus unserer Sicht bis zum Europakreisel nur als Einbahnstraße zu befahren sein. Somit wird der Durchgangsverkehr reduziert, mit allen Vorteilen, die wir immer wieder beschrieben haben. Es wären keine baulichen Maßnahmen zur Einrichtung dieser Einbahnstraßenlösung notwendig. Alle Straßen die in die Rathausstraße einmünden können in Fahrtrichtung der Einbahnstraße befahren werden.
Durch diese Maßnahme entsteht ein „großer Kreisverkehr“ der ausgehend von der oberen Rathausstraße über den Europakreisel auf die B62 führt und dann die Möglichkeit bietet von der B62 aus alle in die Innenstadt führenden Straßen ohne Veränderung weiterhin zu nutzen.
Zusätzlich:
- Tempo 20 km/h ab Im Kreuztal bis Europakreisel
- Der „Eintritt“ in die Innenstadt würde mit dem Bau der Verkehrsinsel auf der Straße Im Kreuztal durch sichtbare Elemente, wie wir sie schon im Antrag von Oktober 2025 benannt haben, verstärkt z.B. Banner mit „Hier beginnt die Innenstadt“ oder „Ab hier Tempo 20“ oder ähnliches - Die Rathausstraße soll ab Bahnhof bis Einmündung Auf der Rahm von Fahrradfahrenden auch entgegengesetzt der Einbahnstraße befahren werden können.
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Zusammengefasst:
Die Begrenzung des Durchgangsverkehrs durch die Rathausstraße, zielt auf eine Entlastung der Innenstadt ab. Dadurch sollen Lärm- und Schadstoffbelastungen reduziert, die Verkehrssicherheit erhöht sowie die Wohn- und Aufenthaltsqualität nachhaltig verbessert werden.
Für den lokalen Einzelhandel ist eine Stärkung des Ziel- und Aufenthaltsverkehrs zu erwarten, während der reine Durchfahrtsverkehr nur geringe wirtschaftliche Effekte aufweist. Der notwendige Liefer- und Wirtschaftsverkehr bleibt durch geeignete Zufahrtsregelungen gewährleistet und profitiert von einer besseren Verkehrsabwicklung.
Insgesamt unterstützt die Maßnahme eine lebenswerte, sichere und zukunftsfähige Stadtentwicklung und entspricht den Zielen einer nachhaltigen kommunalen Verkehrspolitik.
gez. Karin Kohl