Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer haben wir vom plötzlichen Tod unseres Freundes und Weggefährten Jürgen Salowsky erfahren. Er ist am 18. September völlig unerwartet verstorben.

Es fällt uns schwer, dafür die richtigen Worte zu finden. Jürgen war für uns so selbstverständlich da – aktiv, verlässlich, praktisch, voller Ideen und immer bereit anzupacken. Einer, der nicht nur darüber gesprochen hat, wie unsere Welt ein Stück besser werden könnte, sondern der ganz konkret etwas dafür getan hat.
Jürgen war Handwerker und Fraktionsvorsitzender unserer grünen Fraktion im Verbandsgemeinderat Altenkirchen-Flammersfeld. Nachhaltigkeit war für ihn keine abstrakte politische Forderung, sondern etwas, das er gelebt hat. Sein Wissen über ökologisches und baubiologisches Bauen brachte er ebenso ein wie seine große Verbundenheit mit der Natur. Als Imker wusste er um den Wert der Artenvielfalt. Auch die Unterstützung der Flüchtlingshilfe lag ihm am Herzen.
Vor allem aber werden wir Jürgen als Menschen vermissen.
Wir haben so viele Aktionen, Infostände, Gespräche und gemeinsame Stunden mit ihm erlebt. Er konnte Menschen erreichen und überzeugen, ohne laut oder aggressiv zu werden. Mit seiner freundlichen und offenen Art, seiner Ruhe und seiner Zugewandtheit beeindruckte er die Menschen. Er hörte zu, erklärte, packte an und war da, wenn er gebraucht wurde.

Für viele von uns war Jürgen auch jemand, an dem wir uns orientieren konnten. Er hat uns begleitet und geführt, ohne sich in den Vordergrund zu stellen. Seine Überzeugungen waren klar, aber immer verbunden mit Respekt vor anderen Menschen.
Vielleicht war Jürgen in der besten Bedeutung des Wortes auch ein Weltverbesserer. Einer, der daran glaubte, dass wir etwas verändern können – vor unserer eigenen Haustür, in unserer Gemeinde und darüber hinaus. Und einer, der selbst damit angefangen hat.
Dass er nun plötzlich nicht mehr da ist, können wir noch kaum begreifen. Er fehlt. Und es schmerzt.
Wir können nur erahnen, was sein so unerwarteter Tod für seine Familie und die Menschen bedeutet, die ihm am nächsten standen. Ihnen gilt in diesen schweren Tagen unser tiefes Mitgefühl. Wir wünschen ihnen viel Kraft und Menschen an ihrer Seite, die sie tragen und auffangen.
Wir sind dankbar für die gemeinsame Zeit, für alles, was Jürgen für uns und für unsere Region getan hat, und für all die Erinnerungen, die bleiben.
Lieber Jürgen, du wirst uns sehr fehlen.
Wir werden dich nicht vergessen.