Zwei Tage lang war Bingen am letzten Wochenende Schauplatz intensiver Debatten und eines beeindruckenden Gemeinschaftsgeists:
Die GRÜNEN Rheinland-Pfalz haben am Wochenende einstimmig ihr Wahlprogramm für die Landtagswahl 2026 beschlossen – ein starkes Signal der Geschlossenheit und des Aufbruchs.
Der Kreisverband Altenkirchen war ebenfalls mit einer Delegation vertreten und konnte viel von der Versammlung mitnehmen.

Maria Weller, Fraktionsmitglied der Grünen im Kreistag beeindruckte besonders die Rede der grünen Spitzenkandidatin, die im letzten Jahr gleich zweimal in Altenkirchen und Umgebung zu Gast war: „Katrin Eder setzte in ihrer Rede emotionale und klare Akzente gegen Rassismus und Ausgrenzung – und erwähnte ausdrücklich das Altenkirchener Vielfaltsfest „Kultopia“. Diese Würdigung zeigt, wie wichtig lokale Initiativen für ein offenes, demokratisches Miteinander sind. Umso bedauerlicher bleibt, dass die Kreisverwaltung die beantragte Förderung ablehnte und CDU & Co. unsere Vielfalts-Resolution im Kreistag blockierten.“
Auch in Sachen Klimaschutz und sozialer Gerechtigkeit machen die Worte und die Haltung der Spitzenkandidatin und der Parteispitze Mut und geben Rückenwind für die kommenden Monate. Auch die anwesenden Vertreter*innen aus der Europa- und Bundespolitik schworen die Anwesenden auf einen engagierten Wahlkampf ein. „Jede Regierung ist besser, wenn GRÜNE an ihr beteiligt sind – weil wir für Gerechtigkeit, Klimaschutz, Frauenrechte und Demokratie stehen.“, stellte Britta Hasselmann, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bund, fest.
Wie recht sie damit hat, wurde im Redebeitrag der Fraktionsvorsitzenden der Rheinlandpfälzer, Pia Schelhammer deutlich. Sie erinnerte an die zahlreichen Erfolge und Verbesserungen die durch die Regierungsbeteiligung der Grünen in den letzten Wahlperioden erzielt werden konnten, betonte aber auch: „Wahlen sind kein Erntedankfest. Alle Parteien, die weiter regieren wollen, müssen benennen, was sie umsetzen wollen.“
Und genau das taten die knapp 200 Delegierten auf der LDV. Im verabschiedeten Wahlprogramm zeichneten die GRÜNEN ein klares Bild ihrer Vorhaben für ein nachhaltiges, innovatives, gerechtes und lebenswertes Rheinland-Pfalz. Neben den Kernthemen Klimaschutz, sozialer Gerechtigkeit und Bildung, Demokratie, Mobilität, Digitalisierung und eine nachhaltige Wirtschaftspolitik, liegt ein deutlicher Fokus auf Familienpolitik. Von der Familienbox zur Geburt, über eine automatisch verfügbare Familienkarte, die Steuersenkung für Kinderprodukte und eine Reform des Elterngelds, gibt es konkrete Pläne wie Familien in RLP gestärkt und entlastet werden sollen.

Besonders hervorzuheben ist die Rede der Altenkirchener Delegierten Judith Gondorf, die eindrucksvoll die gesellschaftliche Bedeutung und Notwendigkeit von Radwegen betonte. Sie machte deutlich, dass sichere, moderne Radinfrastruktur eben nicht nur Klimaschutz, Gesundheitsförderung und ein Standortfaktor für Tourismus sei. Besonders im ländlichen Raum, wo der ÖPNV schlecht ausgebaut ist, seien Radwege für Jugendliche auch ein wichtiger Faktor in der sozialen Teilhabe.
Umso besser, dass ebenfalls ein kommunales Budget für Kinder- und Jugendbeteiligung beschlossen wurde, so dass Jugendliche zukünftig selbst die Möglichkeit haben, ihren Anliegen Gehör und politisches Gewicht zu verschaffen.
Für den Kreisverband Altenkirchen steht fest: Wir gehen gestärkt aus Bingen hervor. Mit klaren Zielen, starker Haltung – und dem festen Willen, Rheinland-Pfalz sozial, ökologisch und demokratisch weiter voranzubringen.